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Versunken in die Musik
Von S.Wagner Köppel

 
Ihre Augen leuchten, Ihre Stimme ist so sanft und melodisch wie die Weiten des Kontinents auf dem sie 10. Jahre gelebt hat. Annette Lorenz-Kalomba, (38) hat in Afrika, genauer gesagt in Burkina Faso ihren Lehrer gefunden, draußen auf dem Land in einem kleinen Dorf. Dort hatte sie Trommeln gelernt, und wenn ihre Hände über die Djembé flitzen und eine Stimme ein Lied in der Sprache der Manding anschlägt dann verzaubert sie sich selbst und ihre Schüler gleich zwei Mal. Annette Kalomba gibt Kurse im Ortenau Kreis. Gleich nach dem Abitur zog es sie nach Afrika. Die Liebe zur Musik hatte sie schon früher entdeckt. Bereits mit 5 Jahren begann sie mit spanischer Gitarre, später kam das Schlagzeug hinzu bis sie das Trommeln entdeckte. Einen Lehrer zu finden war nicht ganz einfach „Ich dachte da wird an jeder Ecke getrommelt“ Aber dam war nicht so….Die Frau musste lange suchen bis sie einen Meister des Fachs gefunden hatte…“ich bin jeden Morgen vier Kilometer zu Fuß zum Unterricht gegangen, mit meiner Trommel auf den Schultern, in Afrika ein seltener Anblick, wenn eine Weiße durch den Busch läuft.! Ich habe gelitten“ schildert sie den Weiten Weg, bis sie die Schwierige Technik des Trommelns beherrschte, der Ausdruck endlich stimmte. Heute ist sie in der Lage ihr Wissen weiter zu geben. Sie unterrichtet Kinder und Erwachsene.

Zwei arten von Kursteilnehmern kommen zu ihr, die einen wollen selbst Musik machen, vielleicht selbst einmal auf er Bühne stehen, „das sind die ganz Fleißigen, die schnell vorwärts kommen!“ Die anderen suchen die Abwechslung, das Erlebnis in der Gruppe, die die Kunst des Trommelns für sich nutzen, zum Abschalten, für die gemütliche Runde am Baggersee, um sich selbst etwas Gutes zu tun.

Trommeln kann jeder, sagt die Lehrerin, vor Allem kann man mit Trommeln viel in Bewegung setzen, loslassen vom Alltag, vergessen, nonverbal mit anderen Menschen kommunizieren. Wie ihr das gelingt, beweist die Runde, die sich jeden Dienstag im Stadtteil und Familienzentrum in Uffhofen trifft. Die Lehrerin weist den Weg, erklärt die Figuren und schon erklingen die Djembés und Kongas. Gesichtszüge lösen sich, die Musik gewinnt die Macht über die Menschen, die hier gemeinsam erleben, was in den Trommeln, und in ihnen selbst steckt. Es wird gesungen, und echte Talente sind rasch erkannt.

Zusammen mit der katholischen Kirche arbeitete  sie an einem Friedensprojekt, das  in Kinshasa in Form eines Konzertes seinen Höhepunkt fand.  Annette Lorenz-Kalomba ist sehr gläubig. „Ich glaube an die Kosmische Miteinwirkung auf Geist, Psyche und Körper, auf die Wege die man geht, aber ich glaube sehr viel spiritueller als herkömmlich, nach Afrika sowieso“ und lächelt.

Derweil sucht sie für sich und andere den Ausgleich beim Trommeln, " ist total erfüllt, wenn es richtig abgeht“ So spielt sie ab und zu mit Salsa-Bands, unter anderem in Jazzhaus in Freiburg. Am liebsten tritt sie mit Afrikanern auf… „Sie sind freier, erdverbundener, naturnah!





Wir treffen uns wöchentlich zum Musizieren, und bereiten so anstehende Auftritte vor.
Wir singen Lieder in russischer Sprache, und präsentieren die Vielfat verschiedener östlicher Kuturen, denn sie gehören zu meinen großen Leidenschaften.
Die russische Sprache habe ich auf auto-
didaktische Art und Weise erlernt. Durch die verschiedenen Musikstile über Bardenlieder bis hin zur modernen Pop-Musik habe ich eine Möglichkeit gefunden meine Faszination zum Ausdruck zu bringen.